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Mein Weg zum Zoll AED 3 - BLS

Dieser Blog beinhaltet zwar Product Placement, ist aber mehr als Einblick in meine Aktivität als aktiver First Responder und Kursinstruktor gedacht.


Erste Berührungen mit dem Zoll AED 3 - BLS 

Anfang Jahr durfte ich Kursinstruktorinnen und Kursinstruktoren schulen, welche unter anderem die AEDs der Marke ZOLL deutlich bevorzugen. Nun packte auch mich die Neugier. Ich war bis anhin ein klarer Gegner von ZOLL AEDs. 

Hinter diesem AED der neusten Generation verbirgt sich jedoch nebst starker Robustheit auch eine fortgeschrittene Technik, welche auch zu Kostenersparnissen, Effizienz und Erfolg führen kann wie z.B.

  • Umschalten vom Erwachsenen- zum Kindermodus. Das heisst es müssen nicht mehr zwei unterschiedliche Defibrillatorenpads eingekauft werden.

  • Liveanzeige der aktuellen Drucktiefe einer Kompression, um die Qualität der Reanimation qualitativ hoch zu halten.

  • Optimales Zubehör zur Montage an Wände oder zum Mitführen im Auto oder auch in einem Sanitätsdienst.

  • Abdeckungen, die abbrechen können, fallen weg.

  • Echtzeitfeedback zeigt an, ob die Herzdruckmassage optimal ist oder nicht. Das Gerät kommuniziert live während der Reanimation und gibt Verbesserungsvorschläge.

  • Analyse während der Herzdruckmassage und mit RapidShock die schnellste Schockabgabe von allen AED Geräten.

  • Bei allen Geräten ist ein Notfallset in Form von Einweghandschuhen, Rasierset, Beatmungstuch und Kleiderschere dabei.

Quelle: Procamed AG

Optimale Kompatibilität - Ein Erfolgsrezept in der Rettungskette!

Es ist kein Geheimnis, dass die Marke ZOLL in der Schweiz bei einem Grossteil aller Rettungsdienste mit ihren Patientenmonitoren/Defibrillatoren vertreten ist. Mit der sogenannten ZOLL X Series lässt sich in der Rettungskette optimal arbeiten. Dies gestaltet sich z.B. wie folgt:

©Interverband für Rettungswesen IVR

In der Rettungskette werden inzwischen in verschiedenen Kantonen sogenannte First Responder bei einem Herzkreislaufstillstand zusätzlich zum Rettungsdienst und Notarzt alarmiert.

Dies sind grundsätzlich Laienhelfer, welche im sogenannten BasicLifeSupport (BLS-AED) geschult sind und bei einem Herzkreislaufstillstand schon vor Eintreffen der Rettungskräfte mit Basismassnahmen in Form von Thoraxkompressionen (umgangssprachlich Herzdruckmassage) und der Beatmung (mittels einem Hilfsmittel) die medizinische Erstversorgung sicher stellen.

Eine optimale Rettungskette braucht ein gutes Zusammenspiel von Ersthelfern, Rettungsdienst und der behandelnden Klinik. Dabei ist die Kompatibilität des AEDs und dem Patientenmonitor/Defibrillator ein grosses Zeichen von Effizienz in einer Reanimationssituation. Um möglichst keine No-Flowtime (fehlender Blutdurchfluss durch die Gefässe aufgrund des Unterbruchs von Thoraxkompressionen) zu generieren, kann der Elektrodenstecker des AEDs einfach und unkompliziert in den Patientenmonitor/Defibrillator umgesteckt werden.


©Pascal Rey

Flächendeckend vielfältig im Einsatz

Egal ob in einem Tessiner Wellnesshotel, bei der Zürcher Kantonspolizei oder im Basler "Zolli". ZOLL AEDs sind mit grossem Abstand zu Mitbewerberprodukten am stärksten in der Schweiz vertreten.


Datenauswertung

Ein wichtiger Faktor rund um die Reanimation und die Fortentwicklung verschiedener Studien ist das Auswerten von Reanimationsdaten. Zu den sicherlich interessanten Daten gehören hierbei jene der Erstintervention mittels einem Automatischen externen Defibrillator. Hier bietet der ZOLL AED 3 in der regulären Version und der Version BLS eine USB-Schnittstelle. Hier kann der handelsübliche USB-Stick eingeführt werden und die Daten können entsprechend unkompliziert exportiert werden. Meine Empfehlung ist, mit dem AED immer einen günstigen USB-Stick mitzuführen, damit diese Daten entsprechend exportiert werden können. Auch per WiFi oder Modem können die Daten exportiert werden.

Quelle: Procamed AG

Mein Fazit: Holen Sie sich umfangreiche Informationen bei der Beschaffung!

Ich habe nun einen ZOLL AED 3 in der BLS Version. Ich bin durchaus stolz darauf, Einsätze mit diesem Gerät durchführen zu dürfen und bin gespannt auf meine künftigen Erfahrungen damit. Mein Tipp an Sie:

Informieren Sie sich umfangreich über Ihre AEDs, die Sie bereits haben oder beschaffen wollen und vergleichen Sie nicht nur die Preis-Leistung, sondern auch die Langlebigkeit, den Service bei unvorhergesehenem Verschleiss etc. Zudem sind nicht alle AEDs für die warmen und kalten Temperaturen in der Schweiz geeignet. Hierfür gilt es ebenfalls nachdrücklich beim Hersteller Zahlen zu verlangen. 

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© 2020 - Pascal Rey